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Gemeinwesenarbeit

“Gemeinsam wissen wir mehr - gemeinsam erreichen wir mehr“

Gemeinwesenarbeit in Hessisch Lichtenau

 

Welcher spezielle Handlungsbedarf ist Grund des Projektes?


Schaffung einer Identität im Sozialraum Hessisch Lichtenau/Großalmerode, Vermeidung
sozialer Brennpunkte, Auflösung des eigenen Minderwertsgefühls, Vernetzung der vorhandenen
Akteure und Ressourcen. Es besteht Handlungsbedarf, diese Teilräume im Rahmen der
Entwicklung der sozialen und kulturellen Infrastruktur in den Stadtteil zu integrieren, um eine
Stadtteilidentität zu schaffen. Eine erfolgreiche Arbeit kann Vorbild für Großalmerode werden. Es
gilt gegen die Folgen wie:

  • Kumulierung der Armutsfaktoren wie dem Mangel an sozialer Absicherung, Gesundheit,Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe, Mobilität, Kultur etc.
  • Verfestigung von Perspektivlosigkeit aufgrund von Armut
  • Tradierung von Armut über Generationen
  • Stadtteile werden von der Erfahrung und der Dynamik des Erwerbslebens abgekoppelt
  • Chancen auf dem Arbeitsmarkt können nicht mehr ergriffen werden, selbst wenn dieseobjektiv wieder gegeben sein sollten
  • Stadtteile so arm wie ihre Bewohner_innen: mangelnde Infrastruktur und Angebote,Treffmöglichkeiten, kostengünstige Einkaufsmöglichkeiten
  • Gefühl der Ausgrenzung, des Abgehängt-Seinszu steuern.

 

Welche Ziele sollen verfolgt werden?

 

Verbesserung aller im Sozialraum bestehender Problemfelder wie z.B. die Punkte: Zuwanderung,
Inklusion, Bildung, Beschäftigung, demographischer Wandel und ökologischer Umbau.
Insbesondere sollen verstärkt auch Kinder und Jugendliche maßgeblich in die
Sozialraumaktivierung eingebunden werden. Kinder und Jugendliche sollen anpacken, sich
einmischen, kreative Engagementformen erfinden und Verantwortung übernehmen.


Als Handlungsfelder sind vorangig folgende Punkte zu sehen:

  •  Öffentlichkeitsarbeit/Imagebildung
  •  Integration, soziales und kulturelles Stadtteilleben
  •  Bildung
  •  Lokale Ökonomie
  •  Wohnumfeld

 

Die anhand der Handlungsfelder abzuleitenden Ziele sind:


- Die vorhandenen Netzwerkstrukturen sind zu einem Stadtteilmanagement auszubauen,
indem Verwaltung, Träger und Bewohner dialogorientiert an der Stadtteilentwicklung
zusammenarbeiten.
- Durch Veranstaltungen und Aktionen sind Berührungsängste und Vorbehalte zwischen
den verschiedenen Bevölkerungsgruppen abzubauen und die Stadtteilidentität zu stärken.
- Niedrigschwellige und zielgruppenorientierte Aktionen sollen auch bisher unzureichend
Beteiligte aktivieren.
- Bei allen Planungen und Maßnahmen, die die Belange der Bewohner des Stadtteils
berühren, sollen die Bewohner durch geeignete Beteiligungsmaßnahmen eingebunden
werden.
- Über vielfältige Foren (»Vernetzung«) werden im Sozialraum tätige (professionelle und
ehrenamtliche) Akteure aus verschiedenen Bereichen angeregt, Absprachen zu treffen und
Kooperationen mit Blick auf Einzelfälle, Gruppierungen und Aktionen zu planen und gemeinsame
Projekte zu entwickeln und durchzuführen.


Der Ansatz des beantragten Projektes richtet sich im Grunde an alle Teilaspekte, wird aber
hauptsächlich recherchierende und daraus aktivierende (zusammenführen, moderieren und
unterstützen) Betätigungen übernehmen um die Ziele möglichst zeitnah anzugehen und den
Anstoß für die Zukunft zu geben.


Als aktivierende Leistungen sind folgende Bereiche vorgesehen:

 

  •  Begegnung und Dialog zwischen allen Bevölkerungsgruppen
  •  Öffnung eines Stadtteilbüros mit Beratungsangeboten
  •  Weiterführung und Veröffentlichung der aktivierenden Befragung Vorstellen, diskutieren und Schwerpunkte setzen in Absprache mit kommunalen Gremien,Bewohnergruppen. Das weitere Vorgehen an die Befragten zurückspiegeln und abstimmen
  •  Schaffung eines regelmäßigen Forums
  •  niedrigschwellige und damit verbindende Angebote
  •  Begegnung durch Veranstaltungen und Feste

 

Die unterschiedlichen Gruppen in ihren eigenen . Gemeinsame Veranstaltungen
planVeranstaltungen unterstützen.

 

2. Diese Allen bekannt und zugängliche machen und
durchführen z.B.” Tisch an Tisch”, Kinder- und Jugendfest, Demokratiewettbewerb,…
Mit unserer Arbeit möchten wir alle Bevölkerungsgruppen des Sozialraums zu einem verbesserten
Gemeinwesen motivieren. Einerseits möchten wir die bestehenden Gruppen ansprechen sich zu
öffnen und die Angebote zur Gemeinwesenarbeit anzunehmen. Andererseits werden alle
Bevölkerungsgruppen angeregt sich zu präsentieren und sich in die bestehenden Gruppen
einzubringen, beispielsweise neue Gruppenzusammenhänge erarbeiten. Die Arbeit soll
aufgenommen, begleitet und optimiert werden. Es sollen tragfähige Netzwerke geschaffen werden
um in Sozialraum ein Gemeinwesen zu schaffen, dass sich konfliktarm und konstruktiv entwickeln
kann. Jetzige Problembereiche sollen mit den Akteuren und der Verwaltung bearbeitet und positiv
entwickelt werden. Probleme sollen benannt, bearbeitet und entschärft werden. Schon jetzt ist
abzusehen, dass Treffpunkte ausgewiesen werden sollten, bzw. ein Beratungsbüro eröffnet
werden sollte.


Ein besonderer Augenmerk dabei sollte Kindern, Jugendlichen bis 25J., Genderarbeit,
Benachteiligten und der älteren Bevölkerung gelten. Generell sollte sich Wohnen und Arbeiten im
benannten Sozialraum durch eine strukturierte, durchdachte Gemeinwesenarbeit verbessern.
Methoden: Aktivierende Projekte in Zusammenarbeit mit vorhandenen Strukturen, Begleitung bei
Projekten von Bewohner/innen, Beratung, Beteiligungs-projekte, Bildungsangebote, Gremienarbeit,
Gruppendiskussionen, Herstellung von Mobilität, Jugendarbeit und Jugendamt einbinden,
Kommunikationsanlässe wie Nachbarschaftsfeste, Märkte nutzen.

 

Standards:

  • Bewohner/innen stehen im Zentrum
    • Die Bewohnerinnen beteiligen sich massiv an den aktivierenden Befragungen. Die Ergebnissewerden in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Sprechstunden werden optimal genutzt.
  • Stärken vor Ort nutzen/Vernetzt und konstruktiv zusammenarbeiten.
  • Starke Netzwerke und Kooperationen
    • Die Entscheider, die Politik, Ehrenamtliche und Bewohner respektieren sich und arbeiten konstruktiv zusammen. Durch diese Netzwerke wird die soziale Infrastruktur verbessert und Bedürfnisgerecht umgesetzt.
  • Zusammenleben gestalten – Nachbarschaft fördern
  • Infrastruktur entwickeln
    • Attraktive Treffpunkte für alle Bewohnergruppen sollen geschaffen werden und werden dann von den Bewohnern in Eigenregie in Stand gehalten.
  • Gesamtkommunales Denken und Handeln
    • Politik sich zur Aufgabe macht eine Beratungsinfrastruktur zu schaffen und dauerhaft zu etablieren.
  • Wegweiserprojektarbeit
  • Kinder und Jugendliche hören, einbinden und Zukunft sehen

 

Im Zeitraum der Beantragung sind für die vorgenannten Ziele und Maßnahmen folgende
Tätigkeiten umzusetzen:
- Weitergehende Analyse der Problemlagen
- Kennenlernen aller Beteiligten über Veranstaltungen
- Öffnung eines Stadtteilbüros mit Beratungsangeboten
- Vernetzung
- niedrigschwellige Angebote schaffen
- Gewinnung und Einbindung Ehrenamtlicher
- Zielplanung und Verstetigung für Zeiten nach der Projektphase


Langfristig ist das Ziel durch Gemeinwesenarbeit eine Verbesserung der Lebensbedingungen im
Sozialraum in Gang zu setzen und zu erreichen. Die Umsetzung der Ziele der Gemeinwesenarbeit
erfordert ein integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept für den entsprechenden
Sozialraum. Die Gemeinwesenarbeit macht Menschenrechte, Demokratie und Teilhabe vor Ort im
Alltag erfahrbar, unterstützt damit die lebendige Entwicklung des Gemeinwesens im Sinne einer
nachhaltigen Zukunftsentwicklung insbesondere Im HiInblick auf:
- eine Verbesserung der Lebenslage und Lebensbedingungen
- sebstbewusstes Handeln und Agieren, sowie das Formulieren der Bedürfnisse
- Selbstorganisation des Handelns
- …
Hierzu bedarf es den Anstoss und die Vorarbeit innerhalb eines Projektzeitraumes und eine
Implementierung in den Sozialraum durch Bewusstseinsschaffung und des Engagements der
Menschen.


Kurzfristige Ziele innerhalb des Projektzeitraums sind die Beratung und Aktivierung von Menschen,
insbesondere ihr Schicksal selbstbewusst in die Hände zu nehmen. Eine Vernetzung ist
Ausgangspunkt für das Gelingen und der späteren Verstetigung. Zum einen gilt es, für die
Menschen im Gemeinwesen dessen psychosoziale und soziokulturelle Ressourcen zu entdecken,
zu erschließen und gegebenenfalls solche zur Verfügung zu stellen: Räume, wo sie an ihren
eigenen Netzen stricken können. Um den erfolgreichen Anstoss der Gemeinwesenarbeit zu
erreichen sollten möglichst niedrigschwellige Angebote zur Erreichung einer großen
Bewohnergruppe gemacht werden, so dass auch eine Umsetzung erfolgreich stattfindet.